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Archiv für 6 / 2006

Repression in Oaxaca

In Mexico brodelt es. Vor eineinhalb Monaten überzog die Polizei BlumenhändlerInnen und AktivistInnen der Bauerngewerkschaft in Atenco nahe Mexiko-Stadt mit massiver Gewalt: zwei Menschen wurden getötet, viele schwer verletzt, viele Frauen wurden vergewaltigt.

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ondainfo 134

Mag sein, dass Berlin im Fussballrausch liegt - mag sein, dass MitstreiterInnen, von denen mensch es nie erwartet hätte, in public-viewing zonen fiebern. Euer ondainfo-Team hat dennoch einige Standhafte ausfindig machen können, die auch dieses ondainfo für Euch auf die Beine zu stellen vermochten. ondainfo Nr. 134, Willkommen zu einer alternativen WM Berichterstattung! Garantiert fussballfrei bleibt unser erster Beitrag, es geht um Kolumbien, Menschenrechtsverletzungen und europäische Wirtschaftsinteressen. Die Brücke zwischen Kolumbien und der WM schlägt Coca Cola, ein Unternehmen, das nicht nur WM-Hauptsponsor ist, sondern auch beschuldigt wird, kolumbianische Gewerkschafter zu beseitigt zu haben. Wir schauen zurück auf die Fussball WM von 1978 in Argentinien, die laut des damaligen DFB Präsidenten Hermann Neuberger so wunderbar reibungslos verlief, weil eben die Militärs dort an der Macht waren. Sportlich messen sich die Ex-Weltmeister Argentinien und Uruguay ja nicht in diesen Tagen, dafür aber gerichtlich. Dazu eine Nota. Und eine weitere Nachricht legt den Verdacht nahe, dass sich Mexiko anschickt, immerhin Knüppelweltmeister zu werden, sollte es fußballtechnisch auch dieses Mal wieder nichts werden.

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Atenco libre

Gestern (am 7. Juni) starb der Student Alexis Benhumea, der schwere Verletzungen durch ein Tränengasprojektil der Polizei bei den Auseinandersetzungen um Atenco am 4. Mai erlitten hatte. Die Beamten waren mit äußerster Härte gegen eine Gruppe von Händlern und Bauern in der Gemeinde San Salvador Atenco nahe Mexiko-Stadt vorgegangen.

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ondainfo 133

Hallo Ihr Lieben, da sind wir wieder und präsentieren Euch spannende und interessante Berichte aus und über Lateinamerika. In diesem ondainfo 133 gibt es ausführliche Informationen zu der beispiellosen Welle von Morden, die Sao Paulo in den letzten Wochen heimgesucht hat. Dass gerade die unerträgliche Situation in den hoffnungslos überfüllten brasilianischen Gefängnissen mit eine wesentliche Ursache für diese Eskalation der Gewalt ist, beleuchtet ein Beitrag. Das Paradies des tropischen Sozialismus Kuba ist auch nicht mehr das was es einmal war. Der kubanische Kriminalautor Amir Valle beschreibt in seinen Romanen den rauen Alltag in den barrios von Havanna, abseits der Touristenpfade, der von Gewalt, Drogen und Prostitution geprägt ist. Ein Porträt über Amir Valle bringt Euch sein Werk und seine Sicht auf das heutige Kuba näher. Zum Ausgang des entscheidenden Wahlgangs der Präsidentschaftswahlen in Peru hört Ihr dann noch Einschätzungen unserer Korrespondentin vor Ort. Beginnen werden wir mit den Wahlen in Kolumbien, die uns ebenfalls eine Nachricht wert sind. Musikalisch wird die Sendung von einem der spannendsten Talente des spanischen Flamenco begleitet. Jesús de Rosario sprüht über vor Energie und Ideen und hat mit "Sin Tanto" gerade sein Debütalbum vorgelegt.Viel Spass wünschen Euch Eure Ondistas...

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G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt 'Geistiges Eigentum': Wie der Norden durch restriktive Patentregelungen den Kampf gegen Infektionskrankheiten im Süden behindert

Wenn von AIDS die Rede ist, geht es in erster Linie um Afrika, wo die Epidemie die mit Abstand meisten Opfer fordert. Aber auch in Lateinamerika breitet sich AIDS aus. Verantwortlich dafür sind die katholisch-konservative Sexualmoral, Machismus, Rassismus, sind Regierungen, die sich traditionell nicht um die Belange ihrer Bevölkerung kümmern. Die Bekämpfung von AIDS wie auch vieler anderer Krankheiten wird jedoch trotz vollmundiger Erklärungen seitens der Politik auch vom Norden behindert: Durch restriktive Patentgesetzgebungen, die im Rahmen von Freihandelsverträgen den Ländern des Südens aufgezwungen werden. Davon erzählen Guillermo Murrillo, AIDS-Aktivist aus Costa Rica und Tobias Luppe, Leiter der medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen.

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G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt 'Arbeit und Umwelt': Schuften in der globalen Ökonomie - Transnationale Produzenten und die weibliche Arbeitskraft

"Wir stehen um 4 Uhr Morgens auf, wir bereiten unseren Kindern das Frühstück zu, Einige von uns müssen schon vor fünf das Haus verlassen, um die Blumenfabriken zu erreichen. Der Arbeitstag fängt bei fast allen Firmen um sechs Uhr morgens an. Der offizielle Arbeitstag geht acht Stunden von Montag bis Samstag. Die Arbeit geht also von sechs Uhr morgens bis nachmittags. Danach beginnen die Überstunden, bis sechs Uhr Abends. Zur Erntezeit, oder vor bestimmten Feiertagen, wie dem Valentinstag oder dem Muttertag, haben wir Arbeitstage bis zu 36 Stunden am Stück, ohne Pause, oder mit nur sehr kleinen Pausen."

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G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt 'Arbeit und Umwelt': Der bittere Geschmack der Ananas

Das Geschäft läuft gut, im Januar lag der Ananasexport aus Costa Rica fast 70 Prozent höher als im Jahr zuvor. In der nördlichen Karibikregion gedeiht die Frucht aus der Familie der Bromeliengewächse besonders gut. Viele Bananenplantagen haben umgesattelt auf Ananasanbau. Abseits der Hauptstraße von San José nach Limón liegt der Ort Guacimo. Weiter landeinwärts Cartago, ein verschlafenes Dorf, umgeben von Ananasfeldern. Wer hier lebt und arbeitet, der zahlt einen hohen Preis für den Exporterfolg der Ananas. Die Mitglieder der Kampagne „Stoppt die Ausweitung der Ananasplantagen“ vergleichen diese mit einem Krebsgeschwür, das sich durch den Regenwald frisst.

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G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt Ernährungssouveränität: - Für das Recht, sich zu ernähren – Kleinbauern und Landlose gegen Großgrundbesitzer und Agrarmultis

*** Dieser Beitrag entstand während des EU-Lateinamerika-Gipfels im Mai 2006 in Wien***

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G8 Serie + G8 Serie + G8 Serie: Schwerpunkt Wasser - Das kühle Nass und der Profit - Der Ausverkauf des Wassers in Lateinamerika

Trinkwasser ist ein lebenswichtiges Gut, das überall auf der Welt immer knapper wird. Und es ist ein Rohstoff, an dem sich prächtig verdienen lässt - sowohl bei der Erschließung und der Ausbeutung von Trinkwasserreservoirs, als auch bei der Versorgung privater Haushalte. In Lateinamerika machen europäische Konzerne kräftig Profit - mit tatkräftiger Unterstützung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank, aber auch nationaler Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Die Zeche zahlen die "Kunden", Kleinbauern und Indígenas - durch hohe Rechnungen bei oft miserablem Service oder durch die Enteignung angestammter Territorien.

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Declaración de la organización indígena COMPITCH (México)

Francisca Pérez es integrante de la organización indígena Consejo de Organizaciones de Médicos y Parteras Indígenas Tradicionales de Chiapas / México – COMPITCH. En su discurso durante la cumbre „Enlazando Alternativas“ en Vienna critica las intenciones de las grandes empresas farmaceuticas de privatizar los recursos naturales de su tierra y el conocimiento de los médicos y curanderos indígenas. Le sigue hablando su compañero Juan Ignacio con una declaración política de COMPITCH sobre los derechos de propiedad intelectual de los pueblos indígenas. Al COMPITCH, fundado en 1994, lo integran 20 organizaciones. Tiene los objetivos de recuperar, defender, difundir y desarrollar la medicina tradicional y el conocimiento de los indígenas en el estado de Chiapas.

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