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Archiv für 4 / 2002

ondainfo 34

Das Magazin enthält aktuelle Meldungen zu Brasilien und Guatemala sowie einen gebauten Beitrag über die Situation in Venezuela nach der Rückkehr von Hugo Chávez sowie eine Dokumentation der Reaktionen der Nachbarländer auf den vorangegangenen Putsch (teilweise Übernahmen von ALER).

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Chavela Vargas

40.000 Liter Tequila und ein mehr als gelebtes Leben haben die gewaltige Stimme von Chavela Vargas nicht zerstören können. Seit 50 Jahren verzaubert die "mexikanischste aller Nichtmexikanerinnen" ihr Publikum auf beiden Seiten des Atlantiks mit populären Rancheras, cubanischen Boleros und herzzereissenden Liebesliedern. Das traditionell machistische Liedgut Mexicos erhält eine pikante Note wenn die offen lesbische Chavela Vargas, mit langen Hosen und in ihrem berühmten Poncho bekleidet, "Ponme la mano aquí Macorina" -leg deine Hand hierhin Macorina" intoniert. Die ersten zwei Drittel ihres langen Lebens muten wie einer der in Mexiko so beliebten Banditenfilme der 40iger Jahre an: Pistolenkämpfe, rauchige Kabaretts, schnelle Autos, schöne Frauen und, vor allen Dingen, viel Tequila. 12 Jahre lang konnte die vom Alkoholismus gequälte Künstlerin nicht auftreten. Mit Hilfe einiger Bewunderer und Freunde, unter ihnen der spanische Regisseur Pedro Almodóvar, schaffte sie es, die Krise zu überwinden und 1992 ein Comeback zu feiern. Es folgten mehrere Plattenaufnahmen, die Mitarbeit in Almodóvars Film "El Flor de mi secreto", Auftritte im Pariser Olympia, der Carnegie Hall in New York und, vor allen Dingen in Madrid wo sie den Musikpreis "Premio Latino de Honor" entgegen nahm. Am 17. April wird die große Stimme Mexicos 83 Jahre alt.

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Loveparade in Mexiko-Stadt

"Loveparade als universelle Idee"? Immerhin: Schon zum dritten Mal organisiert das Goethe-Institut in Mexiko nun gemeinsam mit örtlichen Veranstaltern das Techno-Spektakel in der Megametropole Mexiko-Stadt. Und wie auch in Berlin spricht der Erfolg für sich: nach 30 000 Teilnehmern im Jahr 2000 und 70 000 im vergangenen Jahr rechnet man an diesem Wochenende (13.4.) mit rund 100 000 mexikanischen Technofans auf der Love Parade.

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Venezuela: Konter-Konter-Revolution oder gescheiterter Volksaufstand

In nur 3 Tagen durchlebte Venezuela ein

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Lila Downs. La línea. The border

Mexiko blickt auf eine lange Geschichte von Sängerinnen zurück, die sich außerhalb der traditionellen Frauenrolle bewegten, die Volksmusik weiterentwickelten und oft weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt waren. Seit einigen Jahren gibt es einen neuen Stern am mexikanischen Diva-Himmel: Lila Downs, Tochter eines US-Amerikaners aus Minnesota und einer Mixe-Indianerin aus dem Süden Mexicos. Die bei uns noch relativ unbekannte Sängerin ist in Mexiko schon ein Star. Ihre musikalische Bandbreite reicht von indianischen Volksliedern, über cubanische Boleros bis hin zu selbstkomponierten Jazzsongs und urbanem Rock. In Deutschland hatte sie erst einen Auftritt und zwar auf der Expo in Hannover.

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Internationaler Tag der Aktion gegen Grossstaudämme

Es ist noch nicht lange her, da wurden Wasserkraftwerke als saubere und billige Stromerzeugungsprojekte gepriesen. Sie verbrauchen keine Naturressourcen, lösen die Energieprobleme der Länder, die kein Erdöl oder keine Kohle haben, verschmutzen weder Luft noch Wasser und Boden. Nach der ersten Euphorie traten jedoch zunehmend die ökologischen Schäden der Staudammprojekte und die durch sie verursachten sozialen Probleme für die Bewohner der Flussgebiete ins Blickfeld. Heute werden große Staudämme fast ausschließlich in Ländern der sogenannten Dritten Welt gebaut; finanziert werden sie meist von internationalen Geldgebern. Während die Regierungen der Länder des Südens die Projekte weiterhin als Prestigeobjekte und willkommene Finanzspritzen betrachten, wächst der Widerstand in der Bevölkerung.

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ondainfo 33

Ein Magazin mit Schwepunkt auf Kolumbien. Ein Beitrag thematisiert die gefährliche Situation von Gewerkschaftern in Kolumbien. Ein Studiogespräch mit einem Teilnehmer einer Menschenrechtsdelegation vertieft den Einblick in die Situation von GewerkschaftsaktivistInnen in Kolumbien. Ein Beitrag stellt neue Vorwürfe gegen die Wahrheitskommission in Peru dar.

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